Ihr Installateur aus St. Pölten

Wenn es läuft...

Der österreichische Installateur
Auf links verdreht

Kolumne von Brigitte Fuchsbauer

Frisch und motiviert beginnst du deine Arbeit am Montagmorgen mit einer Internetrecherche beim Mogu(g)l der allmächtigen Weisheit. Doch was ist das? Statt der erwarteten Vielzahl von Artikeln erscheint "Seite wurde nicht gefunden". Fünfmal probiert, zweimal neu gestartet, davon einmal mit 15-minütigem "Aktualisieren nach Update". Nichts. Nach einigem Hin und Her wurde die Ursache gefunden. Das Modem des Internetanbieters hat den Geist aufgegeben. Kein Telefon, kein Netz, keine cloud, kein Garnix. Die Firma steht sozusagen still. Ein interner Lockdown. Die Lösung des Problems scheint einfach - ein neues Modem vom Shop des Anbieters muss her.

Wer holt es? Drei Augenpaare richten sich auf dich. Man murmelt etwas von dringenden Arbeiten, Terminen, ... OKEEE. Du wälzt dich im Montagvormittagsverkehr in die Innenstadt. Mit Glück erwischst du den einzigen noch verfügbaren - aber etwas abgelegenen - Parkplatz. Rein in die Lücke, raus aus dem Auto und im Laufschritt zum Internetanbietershop. Gott sei Dank, die haben schon geöffnet. Die Klinke in der Hand - ups, du bremst abrupt ab. MNS. Du hast deinen MNS im Auto vergessen!

Schhhhmarrn. Was machst du jetzt? Noch hat kein Geschäft geöffnet, wo du eventuell eine Maske kaufen könntest. Warten? Zurückgehen? Da fällt dir ein, du trägst ein dickes braunschwarzes Schultertuch. Einen Versuch ist es wert. Also rasch das Tuch dreimal um die untere Gesichtshälfte geschlungen. Du bekommst kaum noch Luft und betrittst den dunklen Raum. Um eventuellen maskenspezifischen Verweisen den Wind aus den Segeln zu nehmen, erklärst du gleich mal "I..a..ei..a..e.." Die vier MitarbeiterInnen starren dich verständnislos an. Du nimmst die Sonnenbrille ab und versuchst es nochmal mit eindeutigen Gebärden. Sie winken dich weiter.

Obwohl der Tausch samt Formalitäten relativ rasch geht, kommt es dir unter den drei Lagen dickem Tuch wie Stunden vor. Dann - endlich - du stürzt hinaus in die frische kühle Luft und zerrst den Stoff vom Gesicht. Es fühlt sich herrlich an, in etwa so, wie wenn du dir abends das beengende Unterwäsche-Oberteil vom Körper reißt (die Damen wissen, was gemeint ist).

Dass du beim Auto eine Nachricht der Parksheriffs vorfindest, wegen einer Umleitung eine halbe Stunde länger zurückfährst, das Modem dann doch das falsche ist und du erst am frühen Abend mit den Vormittagsarbeiten beginnen kannst, tja. Wenn es läuft, dann läuft es.

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